Max. 6 Flugstunden pro Einsatz - maximale Flughöhe 7000 m - Geschwindigkeit 140 Knoten. Seit 1995 ist das Flugzeug für die Terra Bildmessflug im Einsatz und wurde dann zum Spezialmessflugzeug umgebaut, damit verschiedenste Sensortechniken eingesetzt werden können.
Vexcel Ultracam Xp, 196 Megapixels (Panchcromatic image size 17,310 x 11,310 pixels, RGB und NIR image size 5,770 x 3,770 pixels), Pixelgröße 6 µm. Die Auflösung von PAN verhält sich zu RGB 1:3. Max. Bodenauflösung bei 500 m Flughöhe über Grund 2,9 cm, bei 300 m 1,8 cm. In der Praxis werden 5 cm also ohne Probleme erreicht. Das Rauschverhalten hat sich trotz der Verringerung der Pixelgröße nicht sichtbar verändert und entspricht dem Vorgängermodell X.
Format 23 x 23 cm, Brennweiten 153 mm und 305 mm, stabilisierte Aufhängung, GPS-Aufzeichnung und GPS-gestütztes Flugmanagementsystem, alle 1,5 Sek. ein Bild. Insgesamt wurden mit diesen beiden Kameras bei Terra ca. 525.000 Bilder erstellt, also ca. 140 km Film.
Zum Einsatz kommen verschiedene Flugplanungssysteme. Je nach Aufgabe setzen wir das entsprechende gut geeignete System ein. Dabei werden auch die uns zur Verfügung stehenden Geländemodelle mit berücksichtigt. Dadurch gewähren wir auch im Gebirge eine optimale Planung ohne Überdeckungslücken. Das Flugplanungsergebnis kann auch in Google Earth übertragen und betrachtet werden.
Täglich werden Wetterprognosen eingeholt. Am Flugtag selbst nochmals Wetterbeurteilung, dann die Absprache zum aktuellen Flugablauf.
Wenn nötig Abstimmung mit der Flugsicherung und eventuell mit militärischen Behörden. Grundsätzlich gilt: Fluggenehmigungen
müssen im Vorfeld beantragt werden - für Flüge über 3000 m, Flüge in militärischen Sperrgebieten, Flüge in der Nähe von Flughäfen
und Flüge in besonders geschützten Naturräumen. Vor dem Flug wird ein Flugplan bei der zuständigen Flugsicherung aufgegeben, mit Firmen-, Projekt- und Routenbeschreibung.
Flugzeug vorbereiten, genügend Sprit auffüllen und Sicherheitscheck, dann geht es los und es heißt Ready for Takeoff. Während des kontrollierten Fluges ständiger Funkkontakt zum Fluglotsen. Mittels eines Transponders, der im Flugzeug eingeschaltet wird, kann der Fluglotse stets unsere Position sehen. Im Gebiet angelangt werden alle Geräte eingeschaltet und der erste Flugstreifen ins Navigationssystem eingestellt. Von nun muss der Pilot dem Navigationsgerät genau folgen, dann werden die Bilder automatisch an der richtigen Position ausgelöst. Der Pilot muss dabei die Maschine sehr genau auf dem Flugstreifen halten (max. Abweichung 30 - 50 m). Auch die Flughöhe muss genau eingehalten werden, damit der richtige Bildmaßstab erzielt wird.
Vor der GPS-Zeit wurde noch mittels eines Teleskops manuell navigiert und auch die Bilder wurden manuell ausgelöst. Nach erfolgtem Flug wurden die Filme aus den Kassetten genommen und sofort mit entsprechenden Anweisungen ins Labor geschickt.
Im Flugzeug überwacht der Kameraoperator die Aufnahme der Luftbilder. Ein Überwachungsmonitor zeigt sofort technische Probleme des Systems und ermöglicht eine sofortige Kontrolle der Belichtung.
Das Navigationsteleskop ist für die Qualitätskontrolle weiterhin unersetzlich, da rechtzeitig Wolken, Dunst, Überflutungen und Nebel erkannt werden können.
Gegenmaßnahmen können während des Fluges sofort gesetzt werden, ein Flugstreifen kann bei Besserung der Verhältnisse sofort wiederholt werden.
Die Luftbilder werden von den transportablen Data Units im Flugzeug heruntergeladen. Dazu ist eine sehr leistungsfähige Hardware notwendig, die in der Lage ist innerhalb einer Nacht die 6000 aufgenommenen Bilder sicher auf ein lokales Speichermedium und ein Datentransportmedium zu übertragen.
Die Transportmedien werden per Boten an die AVT gesandt und dort wieder auf ein sicheres Speichermedium kopiert. Die Datenprozessierung von Level 0 auf Level 3 beginnt sofort.
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